Hochzeitstauben sind Tierquälerei ?!?  An peta und co.

Aus immer wiederkehrenden Anlässen möchte ich ein paar Worte zum Thema "Tierschutz" verlieren:

 

Auf der "peta"-Homepage wird aus der Hochzeitstaubenzeremonie eine Gruselgeschichte.

Verständlich, dass niemand Tiere quälen möchte, weder zur Hochzeit, noch sonst irgedwann!

 

Unsere Tauben werden artgerecht gehalten und behandelt, sind allesamt zahm und wir wählen keine speziellen Tauben als Handtauben aus, JEDE unserer Tauben ist handzahm!

Die Tauben fliegen auch nicht zu uns zurück, weil sie uns lieben, sie fliegen schlicht zu Ihrer Brutstätte zurück. Allerdings lassen wir brütende Tauben NICHT fliegen (wir würden ja schließlich riskieren, dass wir nicht entsprechend nachzüchten können!).

Auch lassen wir nicht nur "Männchen" fliegen, die zu ihren "Weibchen" zurückwollen.

Wir füttern die Tiere auch vor einem Hochzeitstermin, obwohl die "Gefahr" dann etwas größer ist, dass sie ...."kacken"! Dies tun sie eh nicht in der Hand, wenn sie richtig gehalten werden, wofür wir ja sorgen (die "Kloake" wird eigentlich "zugehalten", also passieren da nahezu keine "Kack-Unfälle!). Lediglich der Käfig sieht manchmal entsprechend nachher aus, aber mit Küchenpapier beseitigen wir, was möglich ist, damit`s auch noch "romantisch" aussieht.

 

Das Problem ist, dass man eben auch weiße Tauben fliegen lassen kann, die NICHT nach hause fliegen, weil`s eben keine WEIßEN BRIEFTAUBEN sind!

Das habe ich schon "live" gesehen und finde das schrecklich!!! Diese armen Tiere können zwar ein paar Meter fliegen, nach hause kommen sie jedoch nicht mehr. Sie magern vielmehr ab,

um am Ende von Elstern zerhackt zu werden. Das ist abscheulich und wer mag, darf sich gerne beim Standesamt Oberhausen erkundigen: die melden sich nämlich bei mir, wenn wieder Tauben dort herumirren und mein Mann muss sie dann mit dem Angelkescher einfangen, um sie zu retten. Und damit mein Mann da auch lustig auf und ab rennt, fliegen die Tauben zumindest vorm Standesamt wieder besser, als vermutet ;-)

 

Unsere Tauben steigen auf, drehen 2-3 Runden und...: weg sind sie, ab nach hause!

 

Jaaaaaa, es kann vorkommen, dass eine nicht zurück kommt...: heimische Greifvögel eben :-(

 

Aber ich nenne das "natürliche Selektion".

Ich freue mich nicht darüber, aber sie wurde dann ja nicht erschossen, sondern von ihrem natürlichen Feind gefressen. Ich bin selbst kein Vegetarier, ich verstehe auch den Greifvogel...!

 

Für uns bedeuten Verluste: ein Tier ist gestorben! Eines vielleicht, dass jahrelang bei uns gelebt hat und für uns geflogen ist. Ein Tier, das durch eine junge Taube einfach nicht so schnell zu ersetzen ist. Keiner WILL sowas!

 

Zu meinem angelnden Mann: der benutzt sogar so`n Medizinzeug, um die Stellen zu behandeln, an denen die Fische die Haken sitzen hatten. Auch ein Tier-Hobby, aber längst nicht so ungewöhnlich. Bei meinem Mann sterben auch weder Thunfische noch Delfine in Schleppnetzen...!

 

Ich selbst habe (neben Kaninchen und Katze) auch ein Pferd.

Wer Tiere schützen möchte, der geht mal in einen Reitunterricht mit Schulpferden, die mit Anfängern im Kreis rumzockeln müssen...

Turnierreiter stellen "ungeniert" ihre Pokale auf...das könnte man sicher auch in manchen Fällen kritisieren...tut "peta" ja auch.

Aber ein Reiterhof wurde meines Wissens bislang nur bei Tierquälerei geschlossen, nicht, weil das Reiten ansich schon ein Verstoß wäre.

 

Und wer sich richtig aufregen möchte, der demonstriert beim Ponyreiten auf der Kirmes!

ICH sehe da immer nur Muttis und Papis, die Ihre armen Kinder drauf reiten lassen, die ja noch gar nicht wissen können, dass das für die geliebten Ponies die Hölle ist!

 

Auf der Kirmes in Oberhausen wurde das Ponyreiten übrigens ABGESCHAFFT!

 

Ich möchte hier nicht verharmlosen! Meine Katze darf nach draußen, weil ich Einsperren Quälerei finde. Tierschützer finden wiederum, dass jetzt die arme Katze überfahren werden könnte (schon passiert) ODER, dass die doofe Katze jetzt vom aussterben bedrohte Vögel frisst.

 

Also, wie man`s macht...

 

Natürlich verdienen wir mit den Tieren Geld...wie jeder Bauernhof, Reiterhof, Metzger, Zoo, Zirkus...........

Wenn ich von diesen Tieren eines sein müsste: ich wäre eine Taube!

Denn fliegen gehörte dann zu meinem Leben und immer, wenn ich nach hause komme, kümmern sich meine Züchter um mich, denn nur ein gesundes, gepflegtes Tier kann "Geld verdienen" und "Leistung" bringen.

 

Um diesen Artikel abzuschließen: ich selbst sehe mich als Tierschützerin!

Ich bin nicht Vegetarierin und ich kaufe auch schonmal Wurst im Discounter oder an der Currywurst-Bude. Ich schäme mich, wenn ich einen Tiertransporter überhole und ich mag es nicht, wenn mein Pferd nicht 24 Std auf der Weide stehen kann. Ich habe nachts Angst um meine Katze, wenn sie nicht gleich beim ersten Rufen reinkommt und ich bremse für Igel.

 

Ok, Spinnen...rettet mein Mann vor dem sonst drohenden Staubsaugertod...bei Spinnen bin ich nicht zurechnungsfähig...!

 

Delfinarien meide ich, den Duisburger Zoo, der Orang Utans erschießt, ebenfalls.

 

WENN Tauben fliegen lassen eine Quälerei ist, dann, weil man die Gesetze missachtet oder, weil dann komplett die Haltung von Tieren zu Quälerei zählt.

 

Wenn Sie also selbst ein Haustier besitzen, reiten, angeln, Fleisch essen oder dergleichen, dann können Sie auch unbesorgt bei einem adäquaten Züchter/Service Tauben fliegen lassen.

 

Ich bin PRO TIERSCHUTZ, wenn man daamit anfängt, dann aber bitte auch da, wo`s bitter nötig wäre...!

 

Milena Gildenstern

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